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Katrin Werner

Neue Preise im Theater Trier

Ein Stadtratsbeschluss hatte die Theaterverwaltung beauftragt, eine Anzahl von günstigen Plätzen bereitzustellen, um Menschen mit geringen Einkünften einen Besuch zu ermöglichen. Des Weiteren sollten Anreize geschaffen werden, um  dem Theater mehr Publikum zu verschaffen.

Die Linksfraktion Trier begrüßt selbstverständlich diese Zielsetzungen, nur ist die jetzt vom Stadtrat beschlossene Umsetzung eine Mogelpackung. Eine Preiserhöhung um 25 Prozent ist Hauptbestandteil dieses neuen Konzepts. Nur so könnten günstige Theaterkarten für 8,50 Euro angeboten werden (neue Kategorie IV). Des Weiteren wird mit einem Zuschlagskatalog kalkuliert, der auch die günstigen Karten wieder verteuert. Er umfasst einen Top-, einen Premieren- und einen Silvesterzuschlag, die jeweils nicht ermäßigt werden können.

Wem das alles zu teuer ist, kann versuchen, ein „Last-Minute-Ticket“ zu erwerben. 20 Minuten vor der Vorstellung zum Preis von zehn Euro (Kategorie IV: fünf Euro). Dieses Konzept ist Augenwischerei. Es werden keine Anreize geschaffen, das Theater zu besuchen, indem man die Preise erhöht. Die neue Kategorie IV muss auch ohne Preiserhöhung eingeführt werden, denn auch sie führt zu einer Mehreinnahme. Plätze, die besetzt sind, bringen Geld ein. Preiserhöhungen bringen nicht mehr Geld, sondern nur weniger Besucher.

Katrin Werner

 


Die Rathauszeitung Trier ist eine wöchentliche Publikation des Presse- und Kommunikationsamtes der Stadt Trier. Auf Seite 2 haben die im Stadtrat vertretenen Fraktionen Raum für kommunalpolitische Stellungnahmen. Die Texte der Linksfraktion finden Sie hier im Archiv.

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