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Matthias Koster

Karl-Marx-Viertel autofrei

Für die vergangene Stadtratssitzung beantragte die Linksfraktion, die Karl-Marx-Straße und die Brückenstraße vom Autoverkehr zu befreien. Nach unseren Vorstellungen soll dieser Bereich ausschließlich Fußgänger*innen, dem Radverkehr und dem Öffentlichen Personennahverkehr vorbehalten bleiben. Den Vorschlag der SPD- Fraktion, diese Pläne auch auf die Jüdemerstraße auszuweiten, haben wir dankend aufgenommen. Leider hat der Stadtrat mehrheitlich eine andere Meinung vertreten und unseren Antrag abgelehnt.

Der Stadtrat hat damit einmal mehr bewiesen, dass es der Mehrheit anscheinend an Mut mangelt, die Verkehrswende in Trier endlich einzuleiten. Eine weitere Chance für eine zukunftsweisende Entwicklung der Innenstadt wurde verpasst. Dabei würde die Sperrung des Karl-Marx-Viertels für den Autoverkehr ein enormes Potenzial mit sich bringen: Es würde endlich den Menschen zurückgegeben werden, statt weiterhin nur auf Autos ausgerichtet zu sein. Das Straßenfest im Karl-Marx-Viertel zeigt alljährlich, wie schön eine autofreie Innenstadt sein kann.

Unser Antrag hätte, wenn er eine Mehrheit gefunden hätte, dem Karl-Marx-Viertel eine ganz neue Stellung in der Innenstadt ermöglicht. Das Viertel wäre für Trierer*innen und Tourist*innen viel attraktiver geworden und dadurch regelrecht aufgeblüht. Schade, dass Trier diese Chance verpasst hat.

Matthias Koster


Die Rathauszeitung Trier ist eine wöchentliche Publikation des Presse- und Kommunikationsamtes der Stadt Trier. Auf Seite 2 haben die im Stadtrat vertretenen Fraktionen Raum für kommunalpolitische Stellungnahmen. Die Texte der Linksfraktion finden Sie hier im Archiv.

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