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Theresia Görgen

Eigentum verpflichtet

Gebäude werden so lange kaputt gespart bis nichts mehr geht. Jeder weiß, dass Gebäude nicht ewig halten, wenn nicht das Notwendige investiert wird. Sparen und die Sanierungen/Modernisierungen solange aufschieben, bis nur noch der Abriss übrigbleibt?

Wenn ich ernsthaft den Erhalt von Gebäuden will, muss ich fortlaufend investieren. Die Egbert-Grundschule oder die Grundschule Quint, um nur zwei Schulen hier beispielhaft zu benennen, weisen einen hohen Sanierungsbedarf auf. Die eine lässt man seit Jahren leer stehen und bei der anderen nagelt man kurzerhand die Fenster zu, anstatt diese zu ersetzen. Sporthallen müssen abgerissen werden, weil die Kosten für Sanierungen mittlerweile so hoch angestiegen sind, dass eine Sanierung nicht mehr lohnend ist.

Die Sporthalle Wolfsberg ist ein solches Paradebeispiel. Sie muss ebenso wie die Mäusheckerhalle durch einen Neubau ersetzt werden. Damit die Wolfsberghalle aber für die Bauzeit noch für Schüler*innen und Vereine nutzbar bleibt, muss die Stadt vor dem Abriss noch mehrere Hunderttausend Euro investieren. Logisch ist das nicht.

Sparzwang und falsche Prioritäten leiten die Politik der letzten Jahrzehnte. Wir sehen uns heute gezwungen, für diese Fehler Lösungen zu finden. Aber wirklich tragfähige und langfristig zufriedenstellende Lösungen, die den Schüler*innen, den Menschen dieser Stadt zu Gute kommen, müssen finanziert werden. Mit dem Sparzwang des Kommunalen Entschuldungsfonds geht das nicht.

Theresia Görgen


Die Rathauszeitung Trier ist eine wöchentliche Publikation des Presse- und Kommunikationsamtes der Stadt Trier. Auf Seite 2 haben die im Stadtrat vertretenen Fraktionen Raum für kommunalpolitische Stellungnahmen. Die Texte der Linksfraktion finden Sie hier im Archiv.

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