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Paul Hilger

Rede zur Raumsituation des Humboldt-Gymnasiums Trier

Rede von Paul Hilger zur Raumsituation des Humboldt-Gymnasiums Trier, sowie allgemein der Entwicklung der Trierer Schullandschaft.

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Jensen,
sehr geehrte Frau Bürgermeisterin Birk,
liebe Ratsmitglieder,

dem Antrag der SPD zur Schullandschaft stehen wir gespalten gegenüber. Dennoch wollen wir auf die einzelnen Punkte eingehen:

  1. Das Robert-Schumann Gebäude soll zum nächstmöglichen Zeitpunkt wieder genutzt werden. Dies entspricht nicht nur einer Vorlage, die dem Stadtrat bereits vorliegt, sondern auch einer Forderung unsererseits, die wir schon lange gestellt haben. Hier geben wir gerne unsere Zustimmung.
  2. Die Berücksichtigung, dass ein zwischen Träger und Schule abgestimmtes Sanierungsprogramm des Standortes erfolgen muss, sehen wir als sinnvollen Auftrag an die Verwaltung an.
  3. Einer teilweisen Auslagerung der Grundschule Barbara stehen wir kritisch gegenüber. Wir sehen auf Grund der Verkehrslage im Bereich der Südallee/Kaiserstraße eine große Sicherheitsgefährdung für Grundschulkinder.

Zu Punkt 5: Um eine gute Vernetzung zwischen Stadt und Landkreis herzustellen in Sachen Berufsschule, sind gemeinsame inhaltliche Sitzungen sinnvoll, um über deren Weiterentwicklung zu diskutieren.

Zu Punkt 4: Die Entwicklung eines Bau- und Sanierungspakets ist eine sehr interessante Idee, da wir momentan unter einem erheblichen Sanierungsstau leiden. Diese Forderung fußt aber auf den Bestimmungen des Schulentwicklungsplans, welcher wir unmöglich zustimmen können:

Innerhalb dieser Bestimmungen wurde die Aufgabe des Robert-Schumann Gebäudes festgelegt, obwohl jüngst die Gebäudewirtschaft Trier das Gebäude als absolut nutzbar einstufte. Darüber hinaus zeichnete sich dieser Plan durch weitere unsinnige Aufgaben von Schulstandorten aus, welche im Nachhinein zurückgenommen werden mussten, wie etwa in Kürenz. Des Weiteren wollen wir ins Gedächtnis rufen, dass wir angesichts des Aktionsplans Inklusion auch einen dementsprechend höheren Bedarf in Sachen Inklusion haben, denen wir nicht mit Kürzungsmaßnahmen begegnen dürfen. Wir haben schließlich den Anspruch an uns selbst gestellt, alle Menschen in unsere Gesellschaft einzubinden, das bedeutet auch eine Teilhabe an Bildung für alle Menschen, die in dieser Stadt temporär und dauerhaft leben.  

Zum Schluss noch eine allgemeine Anmerkung zu dem Antrag:

Es ist wichtig, dass wir uns über die Weiterentwicklung von Schulen in Stadt und Landkreis unterhalten. Aber inklusive Aspekte müssen dabei die allerwichtigste Rolle spielen, die in diesem Antrag nicht vorhanden sind. Wir entwickeln gerade einen Aktionsplan Inklusion und dementsprechend sollten sich alle unsere Anträge danach richten!

Die LINKSFRAKTION begrüßt die Vorlage der Stadtverwaltung zur erneuten Benutzung des Robert-Schumann Gebäudes für das HGT. Schon seit langem haben wir zu den politischen Kräften gehört, die eine Nutzung des Gebäudes forderten. Deswegen freuen wir uns darüber, dass die Gebäudewirtschaft dafür Grünes Licht gegeben hat und möchten uns bei der Stadtverwaltung für die Vorlage bedanken, sowie für die zusätzliche Durchführung einer Schadstoff- und Statik-Untersuchung.

Neben der genannten Kosten für die Sanierung des Gebäudes in Höhe von etwa 4 Millionen Euro, schlug die Gebäudewirtschaft eine weitere Möglichkeit vor: Einen Anbau an das HGT, welcher rund 9 Millionen Euro kosten würde. Zugegeben, das ist eine stattliche Summe Geld. Nichts desto trotz sind wir der Meinung, dass wir uns diese Möglichkeit im Hinterkopf behalten sollten, falls sich in den nächsten Jahren die Raumbedarfe verändern und diesen sollten wir nicht mit Containerlösungen begegnen.

Auf eine ähnliche Weise sollten Raum- und Sanierungsbedarfe anderer Gymnasien und anderer Schulen angegangen werden, zumal wir über die Gymnasien nun wissen, dass sie sich alle an ihrem jetzigen Standort weiterentwickeln können. Dies entspricht eher einer bedarfsorientierten Schulentwicklung als der des Schulentwicklungsplans. Deswegen stimmen wir der Vorlage zu.

Zur Vorlage der SPD bitten wir um eine getrennte Abstimmung zu jedem Punkt.


Wahlprogramm zur Kommunalwahl in Trier am 26. Mai 2019

Terminübersicht

Paul Hilger

Rede zur Raumsituation des Humboldt-Gymnasiums Trier

Rede von Paul Hilger zur Raumsituation des Humboldt-Gymnasiums Trier, sowie allgemein der Entwicklung der Trierer Schullandschaft.

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Jensen,
sehr geehrte Frau Bürgermeisterin Birk,
liebe Ratsmitglieder,

dem Antrag der SPD zur Schullandschaft stehen wir gespalten gegenüber. Dennoch wollen wir auf die einzelnen Punkte eingehen:

  1. Das Robert-Schumann Gebäude soll zum nächstmöglichen Zeitpunkt wieder genutzt werden. Dies entspricht nicht nur einer Vorlage, die dem Stadtrat bereits vorliegt, sondern auch einer Forderung unsererseits, die wir schon lange gestellt haben. Hier geben wir gerne unsere Zustimmung.
  2. Die Berücksichtigung, dass ein zwischen Träger und Schule abgestimmtes Sanierungsprogramm des Standortes erfolgen muss, sehen wir als sinnvollen Auftrag an die Verwaltung an.
  3. Einer teilweisen Auslagerung der Grundschule Barbara stehen wir kritisch gegenüber. Wir sehen auf Grund der Verkehrslage im Bereich der Südallee/Kaiserstraße eine große Sicherheitsgefährdung für Grundschulkinder.

Zu Punkt 5: Um eine gute Vernetzung zwischen Stadt und Landkreis herzustellen in Sachen Berufsschule, sind gemeinsame inhaltliche Sitzungen sinnvoll, um über deren Weiterentwicklung zu diskutieren.

Zu Punkt 4: Die Entwicklung eines Bau- und Sanierungspakets ist eine sehr interessante Idee, da wir momentan unter einem erheblichen Sanierungsstau leiden. Diese Forderung fußt aber auf den Bestimmungen des Schulentwicklungsplans, welcher wir unmöglich zustimmen können:

Innerhalb dieser Bestimmungen wurde die Aufgabe des Robert-Schumann Gebäudes festgelegt, obwohl jüngst die Gebäudewirtschaft Trier das Gebäude als absolut nutzbar einstufte. Darüber hinaus zeichnete sich dieser Plan durch weitere unsinnige Aufgaben von Schulstandorten aus, welche im Nachhinein zurückgenommen werden mussten, wie etwa in Kürenz. Des Weiteren wollen wir ins Gedächtnis rufen, dass wir angesichts des Aktionsplans Inklusion auch einen dementsprechend höheren Bedarf in Sachen Inklusion haben, denen wir nicht mit Kürzungsmaßnahmen begegnen dürfen. Wir haben schließlich den Anspruch an uns selbst gestellt, alle Menschen in unsere Gesellschaft einzubinden, das bedeutet auch eine Teilhabe an Bildung für alle Menschen, die in dieser Stadt temporär und dauerhaft leben.  

Zum Schluss noch eine allgemeine Anmerkung zu dem Antrag:

Es ist wichtig, dass wir uns über die Weiterentwicklung von Schulen in Stadt und Landkreis unterhalten. Aber inklusive Aspekte müssen dabei die allerwichtigste Rolle spielen, die in diesem Antrag nicht vorhanden sind. Wir entwickeln gerade einen Aktionsplan Inklusion und dementsprechend sollten sich alle unsere Anträge danach richten!

Die LINKSFRAKTION begrüßt die Vorlage der Stadtverwaltung zur erneuten Benutzung des Robert-Schumann Gebäudes für das HGT. Schon seit langem haben wir zu den politischen Kräften gehört, die eine Nutzung des Gebäudes forderten. Deswegen freuen wir uns darüber, dass die Gebäudewirtschaft dafür Grünes Licht gegeben hat und möchten uns bei der Stadtverwaltung für die Vorlage bedanken, sowie für die zusätzliche Durchführung einer Schadstoff- und Statik-Untersuchung.

Neben der genannten Kosten für die Sanierung des Gebäudes in Höhe von etwa 4 Millionen Euro, schlug die Gebäudewirtschaft eine weitere Möglichkeit vor: Einen Anbau an das HGT, welcher rund 9 Millionen Euro kosten würde. Zugegeben, das ist eine stattliche Summe Geld. Nichts desto trotz sind wir der Meinung, dass wir uns diese Möglichkeit im Hinterkopf behalten sollten, falls sich in den nächsten Jahren die Raumbedarfe verändern und diesen sollten wir nicht mit Containerlösungen begegnen.

Auf eine ähnliche Weise sollten Raum- und Sanierungsbedarfe anderer Gymnasien und anderer Schulen angegangen werden, zumal wir über die Gymnasien nun wissen, dass sie sich alle an ihrem jetzigen Standort weiterentwickeln können. Dies entspricht eher einer bedarfsorientierten Schulentwicklung als der des Schulentwicklungsplans. Deswegen stimmen wir der Vorlage zu.

Zur Vorlage der SPD bitten wir um eine getrennte Abstimmung zu jedem Punkt.