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Marc-Bernhard Gleißner

Rede "Preiserhöhung Freibäder"

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
sehr geehrte Frau Bürgermeisterin Birk,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

mit dieser Vorlage soll eine Anpassung der Eintrittspreise in den Trierer Freibädern ab der Saison 2015 beschlossen werden. Erwachsene zahlen dann künftig für einen Besuch vier, Senioren 3,50 Euro und die ermäßigten Tarife steigen um 40 Cent.

Die Linksfraktion lehnt eine solche Preissteigerung ab. Trier hat, abgesehen von der Mosel, im Gegensatz zu vielen anderen Städten keine öffentlichen Seen, die zum kostenlosen Schwimmen einladen. Einzige Alternativen bleiben damit unsere Schwimmbäder. Doch bereits jetzt sind wir im Preisvergleich mit den umliegenden Bädern der Großregion gleich auf, doch meist sogar teurer. Die Stadt nimmt mit dieser Preissteigerung in Kauf, dass mehr Personen, insbesondere die mit geringem Einkommen, sich den Eintritt nicht mehr leisten können. Arbeitslosengeldempfänger, Aufstocker, Niedrigverdiener und kinderreiche Familien werden so benachteiligt, da der Zugang zu einem Ort der öffentlichen Begegnung und des öffentlichen Sports erschwert wird. Wenn nun von Seiten der SPD gesagt wird, eine Ablehnung wäre unverantwortungsvolles Handeln gegenüber den kommunalen Finanzen, sage ich zur SPD: Das Zustimmen einer Erhöhung ist unverantwortungsvolles Handeln gegenüber Niedrigverdienern und Transferleistungsempfängern.

Schwimmen gehört nicht nur zu einer der beliebtesten Freizeitaktivitäten für Jung und Alt, sondern oftmals zum regelmäßigen Sportprogramm. Wenn der Besuch zu teuer wird, bedeutet das nicht nur eine Einschränkung an Freizeitaktivitäten, sondern auch eine Behinderung an der Teilhabe von niedrigschwelligen Sportangeboten. Vor diesem Hintergrund wäre es nur legitim, einen möglichst günstigen Schwimmbadbesuch als Ziel der kommunalen Selbstverwaltung anzusehen.

Die Linksfraktion stellt sich gegen die Preissteigerung und fordert eine Trier-Card, die Menschen mit geringem Einkommen eine Teilhabe am gesellschaftlichen, kulturellen und sportlichen Leben unserer Stadt sichert. Wenn dies gesichert ist und wirklich allen Menschen mit geringen Einkommen der kostengünstige Zugang zum Schwimmbad ermöglicht würde, wäre wahrscheinlich mehr Geld, so dass wir gar keine Preiserhöhung vornehmen müssten. In diesem Zusammenhang loben wir die Argumentation der FWG. DIE LINKSFRAKTION lehnt die Vorlage aus sozialpolitischen Gründen ab. Da es absehbar ist, dass die Vorlage eine Mehrheit erhalten wird, werden wir dem Änderungsantrag von Union und Grünen zustimmen, da dies die Preiserhöhung für Kinder mindert. Beim Änderungsantrag der SPD enthalten wir uns und wollen dessen Inhalt im Zusammenhang mit der Ehrenamtscard beraten.


Wahlprogramm zur Kommunalwahl in Trier am 26. Mai 2019

Terminübersicht

Marc-Bernhard Gleißner

Rede "Preiserhöhung Freibäder"

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
sehr geehrte Frau Bürgermeisterin Birk,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

mit dieser Vorlage soll eine Anpassung der Eintrittspreise in den Trierer Freibädern ab der Saison 2015 beschlossen werden. Erwachsene zahlen dann künftig für einen Besuch vier, Senioren 3,50 Euro und die ermäßigten Tarife steigen um 40 Cent.

Die Linksfraktion lehnt eine solche Preissteigerung ab. Trier hat, abgesehen von der Mosel, im Gegensatz zu vielen anderen Städten keine öffentlichen Seen, die zum kostenlosen Schwimmen einladen. Einzige Alternativen bleiben damit unsere Schwimmbäder. Doch bereits jetzt sind wir im Preisvergleich mit den umliegenden Bädern der Großregion gleich auf, doch meist sogar teurer. Die Stadt nimmt mit dieser Preissteigerung in Kauf, dass mehr Personen, insbesondere die mit geringem Einkommen, sich den Eintritt nicht mehr leisten können. Arbeitslosengeldempfänger, Aufstocker, Niedrigverdiener und kinderreiche Familien werden so benachteiligt, da der Zugang zu einem Ort der öffentlichen Begegnung und des öffentlichen Sports erschwert wird. Wenn nun von Seiten der SPD gesagt wird, eine Ablehnung wäre unverantwortungsvolles Handeln gegenüber den kommunalen Finanzen, sage ich zur SPD: Das Zustimmen einer Erhöhung ist unverantwortungsvolles Handeln gegenüber Niedrigverdienern und Transferleistungsempfängern.

Schwimmen gehört nicht nur zu einer der beliebtesten Freizeitaktivitäten für Jung und Alt, sondern oftmals zum regelmäßigen Sportprogramm. Wenn der Besuch zu teuer wird, bedeutet das nicht nur eine Einschränkung an Freizeitaktivitäten, sondern auch eine Behinderung an der Teilhabe von niedrigschwelligen Sportangeboten. Vor diesem Hintergrund wäre es nur legitim, einen möglichst günstigen Schwimmbadbesuch als Ziel der kommunalen Selbstverwaltung anzusehen.

Die Linksfraktion stellt sich gegen die Preissteigerung und fordert eine Trier-Card, die Menschen mit geringem Einkommen eine Teilhabe am gesellschaftlichen, kulturellen und sportlichen Leben unserer Stadt sichert. Wenn dies gesichert ist und wirklich allen Menschen mit geringen Einkommen der kostengünstige Zugang zum Schwimmbad ermöglicht würde, wäre wahrscheinlich mehr Geld, so dass wir gar keine Preiserhöhung vornehmen müssten. In diesem Zusammenhang loben wir die Argumentation der FWG. DIE LINKSFRAKTION lehnt die Vorlage aus sozialpolitischen Gründen ab. Da es absehbar ist, dass die Vorlage eine Mehrheit erhalten wird, werden wir dem Änderungsantrag von Union und Grünen zustimmen, da dies die Preiserhöhung für Kinder mindert. Beim Änderungsantrag der SPD enthalten wir uns und wollen dessen Inhalt im Zusammenhang mit der Ehrenamtscard beraten.