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Katrin Werner

Beim Schulkonzept darf kein Stadtteil gegen den anderen ausgespielt werden

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

sehr geehrte Frau Birk,

sehr geehrte Damen und Herren,

sehr geehrte Ratsmitglieder der demokratischen Parteien und demokratischen Wählervereinigung,

Ich habe mir die Entscheidung mit diesem Antrag nicht leicht gemacht. Auch wenn ich die Realschule Plus als solche ablehne, bedarf es eines guten Schulentwicklungskonzeptes.

Jedoch stoßen mir zwei landespolitische Vorgaben sauer auf:

1. DIE LINKE. lehnt die Realschule Plus komplett ab. Wir brauchen in Rheinland-Pfalz ein sozial gerechtes Bildungssystem. Eines das nicht ausgrenzt; eines das nicht sozial selektiert; eines, dass alle Schüler fördert. Das dreigliedrige Schulsystem in Deutschland bindet sozialen Status und Bildung wie es in keinem anderem Land geschieht. Bildung muss für alle da sein. Sie muss jeder Schülerin und jedem Schüler geboten werden. Nur durch Bildung kann Wohlstand und soziale Sicherheit erreicht werden.

Deshalb bevorzugt DIE LINKE, das Konzept einer Integrierten Gesamtschule. Ich finde es schade, dass die FWG ihren Antrag nicht eingebracht hat, in Trier-West eine IGS anzusiedeln.

2. Die Vorgabe der ADD nur dreizügige Schulen zuzulassen. Wir alle wissen, dass kleinere Klassenräume, kleinere Schulen zu einem besseren Lern- und Betreuungsklima führen. Nun sind die Schülerzahlen schon gering, so dass sich eine zwei-gliedrige Schule lohnen würde. ABER: Das Land möchte dreigliedrige Schulen haben, weil das günstiger ist. Hier wird Bildungsqualität gegen ökonomische Zwänge ausgespielt.

Die landespolitische Konzeption kann nur als chaotisch und konzeptionell schlecht bezeichnet werden.

Für das Schulentwicklungskonzept Trier bedeutet das: Von einer schlechten Ausgangsposition das Beste zu machen. Klar ist, die Realschule Plus wird kommen statt einer IGS. Statt vier Standorte werden wir nur drei bekommen. Statt zweizügiger Schulen werden wir dreizügige Schulen haben. Nachdem die ADD den Beschluss des letzten Stadtrates kassiert hat, stand die Realschule Plus in Trier-West auf der Kippe. Obwohl ich die Bemühungen um den Schulstandort Trier-West bemerkenswert finde, ist es doch schon bitter, dass dies auf Kosten von Trier-Süd geht. Wie bitter dies ist, zeigen die Nachrichten. Spontan haben sich heute 400 Eltern und Schüler in Trier- Süd zusammengetan und gegen die Schließung ihrer Schule demonstriert. In Trier-West wird um den Erhalt der eigenen Schule seit längeren demonstriert. Das Land kann doch nicht verlangen, dass wir ein Schulkonzept verabschieden, bei dem wir die Stadtteile gegeneinander ausspielen müssen. Diesen schwarzen Peter nehmen wir nicht an. Der Stadtrat sollte die Demonstrationen ernst nehmen. Wir brauchen für Trier vier Schulstandorte und nicht weniger. Wenn die ADD und das Land die Bedürfnisse der Bevölkerung nach einem gerechten Schulkonzept nicht wahrnimmt, sollten wir das tun. Dann sollten wir den schwarzen Peter zurück an das Land und die ADD geben. Deshalb lehne ich den Antrag samt aller Änderungsvorschläge ab!


Wahlprogramm zur Kommunalwahl in Trier am 26. Mai 2019

Terminübersicht

Katrin Werner

Beim Schulkonzept darf kein Stadtteil gegen den anderen ausgespielt werden

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

sehr geehrte Frau Birk,

sehr geehrte Damen und Herren,

sehr geehrte Ratsmitglieder der demokratischen Parteien und demokratischen Wählervereinigung,

Ich habe mir die Entscheidung mit diesem Antrag nicht leicht gemacht. Auch wenn ich die Realschule Plus als solche ablehne, bedarf es eines guten Schulentwicklungskonzeptes.

Jedoch stoßen mir zwei landespolitische Vorgaben sauer auf:

1. DIE LINKE. lehnt die Realschule Plus komplett ab. Wir brauchen in Rheinland-Pfalz ein sozial gerechtes Bildungssystem. Eines das nicht ausgrenzt; eines das nicht sozial selektiert; eines, dass alle Schüler fördert. Das dreigliedrige Schulsystem in Deutschland bindet sozialen Status und Bildung wie es in keinem anderem Land geschieht. Bildung muss für alle da sein. Sie muss jeder Schülerin und jedem Schüler geboten werden. Nur durch Bildung kann Wohlstand und soziale Sicherheit erreicht werden.

Deshalb bevorzugt DIE LINKE, das Konzept einer Integrierten Gesamtschule. Ich finde es schade, dass die FWG ihren Antrag nicht eingebracht hat, in Trier-West eine IGS anzusiedeln.

2. Die Vorgabe der ADD nur dreizügige Schulen zuzulassen. Wir alle wissen, dass kleinere Klassenräume, kleinere Schulen zu einem besseren Lern- und Betreuungsklima führen. Nun sind die Schülerzahlen schon gering, so dass sich eine zwei-gliedrige Schule lohnen würde. ABER: Das Land möchte dreigliedrige Schulen haben, weil das günstiger ist. Hier wird Bildungsqualität gegen ökonomische Zwänge ausgespielt.

Die landespolitische Konzeption kann nur als chaotisch und konzeptionell schlecht bezeichnet werden.

Für das Schulentwicklungskonzept Trier bedeutet das: Von einer schlechten Ausgangsposition das Beste zu machen. Klar ist, die Realschule Plus wird kommen statt einer IGS. Statt vier Standorte werden wir nur drei bekommen. Statt zweizügiger Schulen werden wir dreizügige Schulen haben. Nachdem die ADD den Beschluss des letzten Stadtrates kassiert hat, stand die Realschule Plus in Trier-West auf der Kippe. Obwohl ich die Bemühungen um den Schulstandort Trier-West bemerkenswert finde, ist es doch schon bitter, dass dies auf Kosten von Trier-Süd geht. Wie bitter dies ist, zeigen die Nachrichten. Spontan haben sich heute 400 Eltern und Schüler in Trier- Süd zusammengetan und gegen die Schließung ihrer Schule demonstriert. In Trier-West wird um den Erhalt der eigenen Schule seit längeren demonstriert. Das Land kann doch nicht verlangen, dass wir ein Schulkonzept verabschieden, bei dem wir die Stadtteile gegeneinander ausspielen müssen. Diesen schwarzen Peter nehmen wir nicht an. Der Stadtrat sollte die Demonstrationen ernst nehmen. Wir brauchen für Trier vier Schulstandorte und nicht weniger. Wenn die ADD und das Land die Bedürfnisse der Bevölkerung nach einem gerechten Schulkonzept nicht wahrnimmt, sollten wir das tun. Dann sollten wir den schwarzen Peter zurück an das Land und die ADD geben. Deshalb lehne ich den Antrag samt aller Änderungsvorschläge ab!